Die Hochwasserpartnerschaft "Glan" wurde 2011 als eine der ersten Hochwasserpartnerschaften in Rheinland-Pfalz gegründet. Sie umfasste ursprünglich die Verbandsgemeinden Lauterecken-Wolfstein, Kusel-Altenglan und Oberes Glantal und Glan-Nahe sowie die Landkreise Kusel und Bad-Kreuznach. Diese Kommunen sind neben Starkregen insbesondere durch die Hochwasser des Glans und seiner Zuflüsse Lauter, Odenbach und Kuselbach gefährdet.

Im Jahr 2020 kamen die Verbandsgemeinden Otterbach-Otterberg, Weilerbach, Ramstein-Miesenbach, Bruchmühlbach-Miesau, Landstuhl und Enkenbach-Alsenborn sowie der Landkreis Kaiserslautern hinzu, die vornehmlich durch Starkregen gefährdet sind.

Moderator der Hochwasserpartnerschaft ist Herr Andreas Müller, Bürgermeister der VG Lauterecken-Wolfstein.

Ihre Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen der Hochwasserpartnerschaft finden Sie hier.

 

Der letzte Workshop fand am 17. November 2021 in der Gemeindehalle Medard mit 38 Teilnehmern statt. Schwerpunktmäßig wurde die vergangene Hochwasserkatastrophe vom Juli 21 thematisiert. Gemeinsam mit Vertretern des MKUEM, LfU und der SGD Süd wurden Erfahrungen und Konsequenzen diskutiert.

Auch am Glan und seiner Nebengewässer können Niederschlagsereignisse wie im Juli 21 im Ahrgebiet auftreten und Wasserstände innerhalt weniger Stunden stark ansteigen lassen. Die Warn- und Meldewege für die Bevölkerung (Rundfunk, Presse, Warn-Apps, Internet) und zusätzliche Informationen für die Gefahrenabwehr wurden beschrieben und Weiterentwicklungen angekündigt. Künftig werden historische Hochwasserabflüsse in die Statistiken einfließen, Unsicherheiten angegeben und die Datengrundlagen für Hochwasserszenarien flächendeckend überprüft und ggf. aktualisiert.

Hochwasser(früh-)warnungen finden Sie auf der Seite des Hochwassermeldedienstes RLP und weitere Informationen für die Bevölkerung zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge mit vielen hilfreichen Quellen und Links hier.

In der Diskussion über Erfahrungen und Konsequenzen kristallisierten sich folgende Themen heraus, die für künftige Workshops thematisiert werden sollen:

  1. - Kritische Infrastruktur: Ausfallsicherheit der Stromversorgung und der Telekommunikation, Vorsorge für besonders schutzbedürftige Gebäude und Einrichtungen
  2. - Hochwasservorsorgende Gewässerunterhaltung
  3. - Totholz und Treibgut
 

 

Hauptthemen der vergangenen Workshops waren:

  1. - Gefahrenabwehr: Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten
  2. - Gefahrenabwehr: Alarm und Einsatzplanung
  3. - Wasserrückhalt
  4. - Flächenvorsorge
  5. - Hochwasserschutz / Bauvorsorge
  6. - Information der Bevölkerung (Kooperation mit Hochwasserpartnerschaft Obere Nahe)
  7. - Information Gewerbebetriebe
  8. - Zwischenbilanz der Hochwasservorsorge (Kooperation mit Hochwasserpartnerschaften Obere Nahe und Untere Nahe)
  9. - Hochwasserrisikomanagementplan
  10. - Örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte

 

Die Protokolle der Workshops werden im Anschluss der Workshops an die Teilnehmer versandt. Ältere Protokolle finden Sie im HWRM-Explorer (nur für Nutzer mit Login).