Die Hochwasserpartnerschaft "Kyll" wurde am 20.Januar 2011 mit dem Motto "Gemeinsam gegen Hochwasser, Bewusstsein schaffen, Vorsorge treffen, Gemeinsam handeln" gegründet. Sie umfasst das gesamte Einzugsgebiet der Kyll bis zur Mündung in die Mosel bei Trier-Ehrang. Die Partner können Sie der nebenstehenden Karte entnehmen.

Moderator der Hochwasserpartnerschaft ist Herr Böffgen, Bürgermeister der VG Gerolstein.

Ihre Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen der Hochwasserpartnerschaft finden Sie hier.

 

Am 1. September 21 fand in Gerolstein ein Workshop zur Aufarbeitung des Hochwassers im Juli 21 statt, das auch an der Kyll große Schäden verursacht hat. Als Referenten wurden Frau Dr. Margret Johst und Norbert Demuth, Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU), per Videokonferenz zugeschaltet, und Herr Andreas Christ, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM) begrüßt.

Frau Dr. Johst, erläuterte, wie die Niederschläge und das Hochwasser an der Kyll im Juli 21 hydrologisch einzuordnen sind. In der Tagessumme sind am 14.7.21 bis zu 150 mm Niederschlag in der Eifel gefallen, im Einzugsgebiet der Kyll waren es im Gebietsmittel 101 mm mit abnehmender Intensität vom Quellgebiet bis zur Mündung. Ungünstig war, dass nach 17 Uhr 80 mm Niederschlag in 6 Stunden gefallen sind. Die langjährige mittlere Niederschlags-Monatssumme im Einzugsgebiet der Kyll beträgt 73 mm.  Die extremen Niederschläge führten zu einem steilen Anstieg der Wasserstände der Kyll, die alle bisherigen Höchstwerte deutlich übertrafen.

Herr Christ erläuterte Erfahrungen und erste Konsequenzen aus der Hochwasserkatastrophe: Überarbeitung der Überschwemmungsgebiete und Hochwassergefahrenkarten, Verbesserung der Kommunikation und Vorbereitung, Gewässer brauchen ihren Raum. Er betonte die künftig größere Bedeutung der Hochwasserpartnerschaften für die gemeinsame Hochwasservorsorge. Einen absoluten Schutz kann und wird es nicht geben, eine wirkungsvolle Vorbereitung ist wichtig.

Anschließend schilderten und diskutierten die Teilnehmer ihre Erfahrungen aus dem Hochwasser und Vorschläge, wie künftige Hochwasser besser zu bewältigen sein können. Dabei kristallisierte sich das Thema "Hochwasservorsorgende Gewässerunterhaltung" als besonders wichtig heraus.

 

Hochwasser(früh-)warnungen finden Sie auf der Seite des Hochwassermeldedienstes RLP und weitere Informationen zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge mit vielen hilfreichen Quellen und Links hier.

 

Am 24. November 2021 fand in Gerolstein ein Workshop zum Thema Hochwasservorsorgende Gewässerunterhaltung statt. Da dieses Thema nicht nur die Kyll betrifft, waren auch Kommunen aus benachbarten Hochwasserpartnerschaften eingeladen. Grundsätzlich und an Beispielen der Kyll wurde Wiederherstellung, Sicherung und Entwicklung der Gewässer, insbesondere nach dem Hochwasser im Juli 21, besprochen. Hochwasservorsorgende Gewässerunterhaltung ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Anliegern und Kommunen. Neben Wasserrückhalt, dem Gewässer mehr Raum zu geben, wurde die Funktion und Behandlung von Todholz und Ablagerungen in Gewässernähe diskutiert.

 

 

Hauptthemen der vorherigen Workshops waren:

  1. - Regionalplanung
  2. - Bauleitplanung
  3. - Technischer Hochwasserschutz
  4. - Alarm- und Einsatzplanung
  5. - Hochwasserangepasstes Planen, Bauen und Sanieren
  6. - Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz
  7. - Hochwasserrisikomanagement
  8. - örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte

 

Protokolle der Workshops werden im Anschluss der Workshops an die Teilnehmer versandt. Die Protokolle der Workshops finden Sie im HWRM-Explorer (nur für Nutzer mit Login).