Hochwasserpartnerschaft „Wied-Saynbach“

 

Die Hochwasserpartnerschaft „Wied-Holzbach" wurde am 29. August 2012 auf Initiative des Landes Rheinland-Pfalz und der Kreisverwaltung Neuwied unter dem Motto „Wir meistern Hochwasserrisiken gemeinsam“ in Neuwied gegründet. Am 25. September 2024 erfolgte die Erweiterung auf den Saynbach (Kreis Mayen-Koblenz). Die Hochwasserpartnerschaft Wied-Saynbach umfasst das Teileinzugsgebiet der Wied zwischen Linden und der Stadt Neuwied mit den Hauptzuflüssen Mehrbach, Holzbach und Aubach, den Saynbach und den Brexbach. Zur Hochwasserpartnerschaft gehören die Städte Neuwied, und Bendorf, die Verbandsgemeinden Rengsdorf-Waldbreitbach, Asbach, Altenkirchen-Flammersfeld, Hachenburg, Puderbach, Dierdorf, Selters, Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach, die Landkreise Neuwied, Altenkirchen, der Westerwaldkreis und der Kreis Mayen-Koblenz. Moderator der Hochwasserpartnerschaft ist Philipp Rasbach, erster Beigeordneter des Kreises Neuwied.

Bislang fanden 10 Workshops zu verschiedenen fachlichen Themen mit Verwaltungen, Behörden, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Interessenverbände, Gewerbe und Industrie zur Identifizierung von Schwachstellen bei der Hochwasser- und Starkregenvorsorge und ein Zwischenbilanz-Workshop statt.

Hauptthemen der Workshops waren:

  • Gefahrenabwehr AEP

  • Planung/Flächenvorsorge

  • Information der Bevölkerung; Starkregen

  • Hochwasserfrühwarnung, Einrichtung zusätzlicher Pegel

  • Konsequenzen zur Hochwasser- und Starkregenwarnung an der Wied aus der Ahrkatastrophe

  • Örtliche Hochwasservorsorgekonzepte - Best Practice

Nächster Workshop

Für zukünftige Workshops bzw. Arbeitsgruppen der Hochwasserpartnerschaft wurden diese Themen vorgeschlagen:

  • KRITIS (insbesondere Stromversorgung)

  • Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr (u. a. Meldeketten und Pegel)

  • Wasserrückhalt in der Fläche

  • Sensibilisierung und Information

  • Bauleitplanung

Schwerpunktthema der HWP ist  derzeit die Einrichtung neuer Pegel in Absprache  mit der SGD Nord zur Verbesserung der Frühwarnung u. die Öffentlichskeitsarbeit (Planung einer Wanderausstellung).

Der letzte Workshop bzw. eine Informationsveranstaltung hat am 25. September 2024 in Bendorf stattgefunden (Erweiterung der HWP um den Saynbach, Wasserrückshalt  in der Fläche und die neuen Sturzflutgefahrenkarten RLP).

15. Jnui 2025: Hochwasserpartnerschaft Wied-Saynbach informierte - Vorbeugen und heute schon an morgen denken
Den 30. autofreien Tag am 15. Juni 2025 im Saynbachtal nutzte die Hochwasserpartnerschaft Wied-Saynbach, um über Maßnahmen der privaten Hochwasservorsorge zu informieren. Hierfür wurde das Hochwasserinfomobil des HochwasserKompetenzCentrums (HKC) genutzt. Ein gut geschultes Team aus Studierenden und Ruheständlern beriet die Besucherinnen und Besucher von „Jedem sayn Tal“ zum praxisgerechten und wirtschaftlichen Überflutungsschutz für das eigene Haus. Unterstützt wurden sie dabei von Mitarbeitenden der Unteren Wasserbehörden der Kreisverwaltungen Mayen-Koblenz, Neuwied und Westerwaldkreis mit ihren jeweiligen Ortskenntnissen. 
Anhand von Überflutungskarten konnten Haus- und Grundstücksbesitzer herausfinden, inwieweit sie von Starkregen- und Hochwasserereignissen betroffen sein könnten. Das HKC-Infomobil hielt dann die passenden Lösungsvorschläge mit Anschauungsobjekten für den Gefahrenfall bereit. So wurden die Besucher über verschiedene Objektschutzmaßnahmen wie mobile Schutzwände, Schottsysteme für Türen und Fenster, Barrierensysteme sowie Rückstauklappen informiert. Zudem konnte in persönlichen Gesprächen für die Gefahren von Hochwasser und Starkregen sensibilisiert und das Bewusstsein für die Eigenvorsorge gestärkt werden. Wer keine Gelegenheit hatte, sich vor Ort zu informieren, findet im Internet unter https://wasserportal.rlp-umwelt.de die Überflutungskarten und unter www.hkc-online.de Informationen zur Vorsorge.
Im August 2012 wurde die Hochwasserpartnerschaft (HWP) „Wied-Holzbach" auf Initiative des Landes Rheinland-Pfalz und der Kreisverwaltung Neuwied gegründet. Sie umfasste die Gewässer Wied und Holzbach von der Quelle bis zur Mündung und somit auch den Kreis Altenkirchen und den Westerwaldkreis als so genannte Oberlieger. Seit kurzem wurde die Hochwasserpartnerschaft um den Kreis Mayen-Koblenz sowie den Saynbach erweitert und trägt seitdem den neuen Namen „Wied-Saynbach“. Eine elementare Aufgabe ist die gemeinsame Sensibilisierung der Bevölkerung.
Die Kreise Mayen-Koblenz, Neuwied und Westerwaldkreis, jeweils vertreten durch die Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong (2. v. l.), Philipp Rasbach (Mitte) und Gabriele Wieland (rechts) sowie Mitarbeitende der jeweiligen Unteren Wasserbehörde, hatten als Träger der Hochwasserpartnerschaft Wied-Saynbach, das Hochwasserinfomobil des HKC nach Bendorf eingeladen, worüber sich auch Stadtbürgermeister Christoph Mohr freute (3. v. l.). 
Text: Pressestelle der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises
Foto: Roger Best; Westerwaldkreis

 

Ansprechpartnerin für die Hochwasserpartnerschaft Wied-Saynbach ist Frau Dr. Ute Eifler.