Hochwasser tritt nicht nur an großen Flüssen auf, sondern kann auch an kleineren Gewässern und “Nicht-Risikogewässern“ zu Schäden führen. Neben dem Flusshochwasser, das nach langanhaltenden starken Niederschlägen oder Schneeschmelze auftritt, kann auch Starkregen schnell ansteigende Wasserstände und Hochwasser auslösen. Diese lokal verursachte Hochwasserwelle kann außerdem nicht vom Starkregen betroffene Unterlieger beeinträchtigen oder schaden. Daher wird den Kommunen im Einzugsgebiet von Salm, Lieser, Alf, Ueßbach und Elzbach die Möglichkeit geboten, sich in einer Partnerschaft zu organisieren, um sich gemeinsam besser auf diese Naturgefahren vorzubereiten. In vielen Gemeinden werden aktuell schon Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte erstellt. Die Hochwasserpartnerschaft bietet hierfür eine Plattform zum Austausch und Zusammenarbeit.

Am 3.November 2021 wurde die Hochwasserpartnerschaft Westliche Mittelmoselzuflüsse in Wittlich gegründet. Am Gründungsworkshop nahmen 44 Teilnehmer aus allen Partnerkommunen und die Wasserwirtschaft teil. Die beteiligten Partner können Sie aus der Karte entnehmen. Alle Partner waren sich über die Bedeutung und Nutzen einer gemeinsamen Hochwasservorsorge einig und bekräftigten den Willen zur Zusammenarbeit.

Herr Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich wurde einstimmig als Moderator der Hochwasserpartnerschaft bestätigt.

Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen der Hochwasserpartnerschaft finden Sie hier.

 

Der nächste Workshop findet am 20. Juni 2022 in Wittlich statt.

 

Themen: Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte und hochwasservorsorgende Gewässerunterhaltung

 

Der Gründungsworkshop am 15.11.21 thematisierte und diskutierte auch die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 und Konsequenzen für die Kommunen der Hochwasserpartnerschaft. Vertreter*innen des Ministeriums für Umwelt, Klima, Energie und Mobilität und des Landesamts für Umwelt ordneten das Hochwasser hydrologisch ein und berichteten über Konsequenzen und Weiterentwicklungen aus der Katastrophe. Dabei wurde besonders hervorgehoben, wie wichtig die Arbeit der Hochwasserpartnerschaften für die Verstetigung der Hochwasservorsorge und die Verankerung des Hochwasserbewusstseins in Verwaltung und Bevölkerung ist. Zukünftig sollen die Hochwasserpartnerschaften eine größere Bedeutung für die Hochwasser- und Starkregenvorsorge erhalten.

Die von den Teilnehmern angesprochenen Erfahrungen und Probleme der Kommunen mit und nach dem Hochwasser werden in den kommenden Veranstaltungen der Hochwasserpartnerschaft aufgenommen.

 

Hochwasser(früh-)warnungen finden Sie auf der Seite des Hochwassermeldedienstes RLP und weitere Informationen für die Bevölkerung zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge mit vielen hilfreichen Quellen und Links hier.